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MASTERPIECES
Josef Hoffmann - Adolf Loos - Koloman Moser 

Drei Protagonisten der Wiener Moderne. Jeder von ihnen hat entscheidende Schritte gesetzt in Richtung architektonischer und gestalterischer Modernität. Mit kompromisslosem Willen zur Erneuerung. 

Details

Katalog


DIE FRANKFURTER KÜCHE - MARGARETE SCHÜTTE-LIHOTZKY

1926 entwarf die Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky die Frankfurter Küche für das Wohnbauprogramm “Neues Frankfurt“. Als kompakte, funktionelle Arbeitsküche wurde sie zum Prototyp der heutigen Einbauküche: standardisierte Module, kurze Wege und klar organisierte Arbeitsabläufe sollten den Haushalt effizienter machen und Wohnraum optimal nutzen.
Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) wuchs in Wien auf und studierte ab 1915 an der Kunstgewerbeschule. Früh beschäftigte sie sich mit sozial orientiertem Bauen und präzise durchdachten Grundrissen – in einem Feld, in dem Frauen damals erst seit kurzem überhaupt professionelle Perspektiven hatten.
Zum Jubiläum rücken wir ein Objekt aus unserer Sammlung in den Fokus: einen Küchenschrank um 1926 mit zweiteiligem Korpus, großer Klappe, Schiebetüren, fünf Schubkästen und originaler Inneneinrichtung mit 14 Aluminium-Vorratsbehältern. Die originale grau-blaue Farbfassung und Gebrauchsspuren zeigen: Diese Gestaltung war für den Alltag gedacht (Text: bel etage, Bild: 
Margarete Schütte-Lihotzky, Küchenschrank, 1926, Fichtenholz, Weißmetall).

Georg Klimt, der Meister der Secessionstüren und Gustav Klimts Bruder, war einer der führenden Metallbildhauer Wiens.
Anlässlich der VIII. Secessionsausstellung im Jahr 1900 hatte Georg Klimt die Gelegenheit, erstmals Möbel und kunstgewerbliche Gegen-stände des schottischen Künstlers Charles Rennie Mackintosh und seiner Frau Margaret MacDonald Mackintosh zu sehen. Die Treib-arbeiten beeindruckten ihn besonders, und er schuf in der Folge, natürlich in seiner eigenen, eleganten wienerischen Art, manch hervor-ragendes Relief, das den Einfluss dieser bedeutenden Vorbilder zeigt.
Viele seiner Reliefs waren Auftragsarbeiten für dekorative Paneele und wurden von erstklassigen Wiener Möbeltischlern, wie etwa Michael Niedermoser oder August Ungethüm, in deren Möbel eingebaut. (Text: bel etage, Wolfgang Bauer)

Dagobert Peche (1887–1923) ließ die Formensprache der Wiener Werkstätte gleichsam explodieren", schreibt Anne - Katrin Rossberg zur Ausstellung "Peche Pop – und seine Spuren in der Gegenwart", die bis zum 11. Mai 2025 in Wien im Museum für angewandte Kunst (MAK) zu sehen war. Und weiter: "Auf die Geometrie der WW-Gründer Josef Hoffmann und Koloman Moser antwortete er mit opulenten, aus der Natur gewonnenen Dekoren."

Die Entwurfszeichnungen und das von Peche entworfene Kaffee- und Tee-service aus getriebenem und gehämmertem Silber mit Perlstabdekor zeigen anschaulich, wie er die strenge Formensprache der Wiener Werkstätte durch naturinspirierte Ornamentik erweiterte. Übrigens wurde das von der Wiener Werkstätte ausgeführte Kaffee- und Teeservice, bestehend aus Kaffeekanne, Teekanne, Zuckerschale, Zuckerzange, ovalem Tablett, mit der Modellnummer S 5073-77 nach Angabe des WW-Archives am MAK nur dreimal ausgeführt.
Maße: Kaffeekanne: H 32,5 cm, Teekanne: H 27 cm, Zuckerschale: H 13 cm, Zuckerzange: L 12 cm, Tablett: H 3,8 cm, B 43 cm, T 37,5 cm - Ausführung Wiener Werkstätte, Model Nr. S 5073-77- . amtliche Feingehaltspunze, 900, Silber, getrieben und gehämmert, Perlstabdekor, Elfenbein durch Ivorine ersetzt. 


Seit mehr als 50 Jahren offeriert Wolfgang Bauer in seiner Galerie bel etage eine außergewöhnlich reichhaltige Auswahl an erstklassigen Möbeln und Kunstobjekten des WIENER JUGENDSTILS. Seit 2014 hat die Galerie bel etage einen zweiten Standort, Dorotheergasse 12. Auch dort werden Interieurs sowie Kunstgegenstände der namhaftesten Architekten und Designer der Jahrhundertwende wie ADOLF LOOS und OTTO WAGNER mit seinen Schülern, sowie JOSEF HOFFMANN und KOLO MOSER, die bekanntesten Künstler der WIENER
WERKSTÄTTE präsentiert. 50 Jahre bel etage - das sind fünfzig Jahre Leidenschaft für die Schönheit des Wiener Jugendstils und Secessionismus in Form und Funktion.


For the last 50 years Wolfgang Bauer has been offering an unusually rich selection of first class furniture and art objects in the style 
of VIENNA JUGENDSTIL in his gallery bel etage. Since 2014 the Gallery bel etage has a second location in the Dorotheergasse 12.
Here too, 
interiors and art objects of well-known architects and designers of the

turn of the century are presented, like ADOLF LOOS and OTTO WAGNER with his students, such as JOSEF HOFFMAN and KOLO MOSER, hence the most renowned artists of the WIENER WERKSTÄTTE. 50 years of bel etage - that's fifty years of passion for the beauty of Viennese Jugendstil and Secessionism in form and function.

15. Dezember 2025: HAPPY BIRTHDAY JOSEF HOFFMANN zum 155. Geburtstag

Josef Hoffmann wurde am 15. Dezember 1870 in Pirnitz geboren. 155 Jahre Josef Hoffmann. Als Mitbegründer der Wiener Werkstätte im Jahr 1903 prägte Josef Hoffmann nicht nur deren gestalterisches Programm, sondern auch die Ausstellungspraxis der Moderne.
Von 1899 bis 1937 lehrte er an der Wiener Kunstgewerbeschule und beeinflusste Generationen von Gestalter*innen. Er schuf neben seiner Tätigkeit als Architekt zahlreiche Entwürfe: von Interieurs über Schmuck bis zu feinsten Silberobjekten der Wiener Tafelkultur.
(Text und Bilder bel etage)