43 AMART AUSTRIAN MODERN ART

1070 Wien, Halbgasse 17

TEL.: +43 676 468 18 96

AMART.AT

DONNERSTAG - FREITAG 11.00 - 19.00 UHR
SAMSTAG 11.00 - 18.00 UHR 
 


Hochwertige zeitgenössische Malerei und Skulptur wird in großzügigen und modernen Räumlichkeiten auf 700 m² Fläche präsentiert. Der eigene Skulpturengarten bietet einen einzig-artigen Raum für zahlreiche Außenskulpturen. 

Gegründet im Januar 2016 von Benedikt Mairwöger, befand sich die Galerie Amart ursprünglich 4. Bezirk in Wien, seit Sept. 2018 in den neuen Räumlichkeiten und spezialisiert sich seit Anfang auf zeitgenössische Malerei und Skulptur.


EXHIBITION OPENING DONNERSTAG / THURSDAY 05.03.2020 18.00 - 21.00 UHR
Eröffnung und Ansprache um 19:00 Uhr mit Prof. Gerhard Gleich
AUSSTELLUNGSDAUER 06.03. BIS / UNTIL 18.04.2020

PETER MARQUANT Architektonisches - Malerisches 

Peter Marquant, geboren 1954 in Wien, lebt und arbeitet auf Mallorca und in Wien.

Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Josef Mikl und Wolfgang Hollegha von 1972 bis 1981. Zahlreiche Ausstellungen in Österreich und Mallorca sowie internationale Messeteilnahmen und Beteiligung an Museumsausstellungen.

Eröffnungsrede Prof. Gerhard Gleich / Peter Marquant / GALERIE AMART, am 5. März 2020

 „Was aber die Schönheit sey, daß weiß ich nit.“ ( Albrecht Dürer, 1471-1528)

 Peter Marquant, geb. 1954 in Wien, ist nicht wegzudenken aus der österreichischen Kunstszene, auch wenn er weniger sichtbar ist als andere Künstler seiner Generation. Das hat aber damit zu tun, dass er seit nunmehr 30 Jahren auf Mallorca lebt und arbeitet.  Von dort hat er uns auch diese eindrucksvollen Bilder mitgebracht, die das Thema Architektur malerisch ausloten. Ob es sich um vorzeitliche Steinhäuser, um den Rhythmus einfacher Trockenmauern, um Reste anonymer Bauten oder um moderne Architektur handelt, alles gerät Marquant zum Ausgangspunkt malerischer Reflexion. Die hier gezeigten Arbeiten fallen durch eine gewisse Aridität auf, die dem balearischen Sommer geschuldet scheint. Es handelt sich aber um eine bewusste Reduktion der malerischen Mittel, die der selbstgestellten Aufgabe besser entsprechen . Es sind keine Bilder von Gebäuden, auch keine Veduten, sondern viel eher Bilder von Gedanken über

Architektur, Bilder um Architektur herum, sozusagen. Die Erinnerung übertrifft ja oft das tatsächliche Motiv und führt es durch immer neue Transformationen zu einer neuen Wirklichkeit. Der äußere Anlass bestimmt den Aufbau der Bilder, die selbst zu Architektur werden. Es geht um Fügungen, Schichtungen,

Gewicht und Spannungen und manchmal auch um deren abrupte Auflösung, daher auch die Einbeziehung von Steinhaufen in die malerischen Über-legungen: Der Abriss als inhärente Möglichkeit jeglicher Baukunst. Es geht um eine malerisch zeichnerische Beschäftigung mit architektonischen Grund- 

elementen. Wer den Maler Peter Marquant kennt, weiß, dass er nicht locker lässt, wenn er sich einmal in ein Thema verbissen hat. Das war immer schon so, ob Bäume, Portraits oder Stillleben, Marquant bleibt am Ball.  Hier sollte erwähnt werden, dass Marquant, der große Zeichner und Bewunderer Rembrandts,

sich eine lange Zeit an Reflexion einräumt, bevor er den Pinsel in die Hand nimmt. Caspar David Friedrich scheint hier vorausgedacht zu haben: „Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht!“ (der dritte Satz des Zitates wird geflissentlich unterdrückt, nämlich: sonst werden seine Bilder den spanischen Wänden gleichen, hinter denen man nur Kranke und Tote erwartet.) Rätselhaft! Peter Marquant wartet also ab, bis sich die inneren Bilder eingestellt haben, um diese dann, umso spontaner, manchmal geradezu kalligraphisch auszuführen.  "Einfach gute Malerei" hieß eine Ausstellung, Anfang der 80er Jahre, im Museum des 20. Jahrhunderts, die auch Marquant definitiv zum Durchbruch verholfen hat. Dort zeigte er vier mächtige Landschaftsstücke, die mich heute noch beeindrucken und zwei große Figuren. Die Hälfte, der zehn in der Ausstellung vertretenen Künstler – Künstlerinnen waren zu diesem Zeitpunkt noch eine unbekannte Größe – hatten in der Meisterschule des steirischen Malers Wolfgang Hollegha studiert, so auch der vier Jahre ältere Gottfried Mairwöger.  Nicht nur der Genius Loci verlangt hier die Nennung dieses Namens, bestand doch während ihres Studiums, bei aller Verschiedenheit der beiden, eine sehr produktive Ateliergemeinschaft. Als ich

einmal von Freundschaft sprach, widersprach mir Marquant und meinte, sicherlich, aber eher so eine, wie zwischen Gauguin und Van Gogh. Aber es gab wochenlange gemeinsame Malexerzitien in einem für Studenten spartanisch adaptierten Stadt in den steirischen Bergen und ausgedehnte Malreisen und

soweit ich mich erinnere, kamen sie beide unversehrt zurück.  Noch ein Wort zu den hier gezeigten Werken, deren besonderer Reiz auch in ihrer Technik

besteht. Es handelt sich dabei um eine besondere Art von Leimfarben-Malerei, wobei der HasenhautLeim hier nicht nur für die Grundierung sondern auch als alleiniges Bindemittel für die Pigmente verwendet wird. Diese erscheinen dadurch besonders lebendig und verleihen den Bildern gelegentlich die  Spontanität von Tuschmalereien und die materielle Schönheit von Eitempera. Schauen sie sich um und sie werden feststellen, das Malerei mehr ist als die Summe der anfürbaren Gegebenheiten, Techniken und Ingredienzien, die da sind: Atelier, Talent, Motiv, Zeichnung, Malgrund, Leim, Pigment und Pinsel:

Malerei ist und bleibt vor allem ein geistiges Erlebnis. 


EXHIBITION 30.01.2020 BIS / UNTIL 29.02.2020 Abstract on Paper - Eine Gruppenausstellung abstrakter Malerei auf Papier 
Mit Werken von JOANNA GLEICH - NICOLE KRENN - GOTTFRIED MAIRWÖGER - 
PETER MARQUANT - KATHARINA PRANTL - SOSHANA
Eröffnung und Ansprache 19.00 UHR MARTINA PIPPAL, Kunsthistokerin und Kuratorin
 

Die Wiener Malerin Joanna Gleich zeigt Bilder aus ihrem neuesten Zyklus (aus 2020) abstrakter Bilder auf Papier. Graphit und Ölfarbe verbinden sich zu dynamischen, farbenprächtigen und völlig ungegenständlichen Kompositionen. Während bei Gottfried Mairwöger und Peter Marquant noch ansatzweise landschaftliche Vorbilder zu erahnen sind, zeigen Gleich und auch Soshana nur rein abstrakte Bewegungsgesten. Die junge Malerin Nicole Krenn verbindet feingliedrige Tuschezeichnungen von abstrahierten Felswänden im Gesäuse mit wolkigen, nass aquarellierten Wetterszenarien, die sich apokalyptisch über die Felswände erheben. Last but not least, präsentiert Katharina Prantl riesige Zeichnungen aus Japan, die sie in Pastelltönen mit gewohnt tänzerischer Pinselführung inszeniert.

 

 

 

GOTTFRIED MAIRWÖGER, o. T., Pastellkreide auf Papier, 70x100cm © Lukas Dostal


EXHIBITION 08.11.2019 BIS / UNTIL 25.01.2020 MARKUS JANSEN Recon

Marcus Jansen, geboren 1968 in Manhattan, New York, lebt und arbeitet in Fort Myers, Florida, USA. 

 

Studium an der Kunstgewerbe Schule Berufskolleg für Technik und Medien in Mönchengladbach 1985 - 1989.  Preisträger des Arte Laguna Art Prize 2013 (Venedig, Italien) und des Dave Bown Prize (USA). Zahlreiche internationale Ausstellungen weltweit, u.a. Museo La Triennale di Milano, Museum Zitadelle Berlin, Kemper Museum of Contemporary Art, Moscow Museum of Modern Art.

 

 

 

 

 

 

 

 

MARCUS JANSEN, Behind Walls III, öl und Mischtechnik auf Leinen, 213x183cm, 2019


EXHIBITION 13.09. BIS / UNTIL 02.11.2019 NIKOLAUS MOSER Einzelausstellung
IM SALON: Introducing BRENDA FRANCO

NIKOLAUS MOSER, Ohne Titel, Acryl und Seidenpapier auf Leinen, 2019
NIKOLAUS MOSER, Ohne Titel, Acryl und Seidenpapier auf Leinen, 2019

 

 

NIKOLAUS MOSER, Fuego, Mischtechnik auf Leinen, 2019



Die Arbeiten Nikolaus Moser‘s sind Hymnen an die Farbe und konfrontieren den Betrachter mit der Frage ob die Bilder abstrakte Malerei oder konkrete Abstraktion sind. Er lässt sich nicht einfach einer Gruppierung zuordnen und macht es doch leicht, sich auf ihn einzulassen. Gleich auseinandergezogenen Farbflächen geben seine Bilder Einblicke in die Natur. In seinen Wand-Wiesen, -Sonnen, -Meeren stehen immer Farbigkeit und Licht an erster Stelle.Freunde und Sammler der Malerei von Nikolaus Moser beeindruckt die kompositorische Großzügigkeit des Künstlers ebenso wie seine Spontaneität, Emotionen in Bilder umzusetzen.

 

The works of Nikolaus Moser are hymns to colour, confronting the viewer with the question of whether the images are abstract paintings or concrete abstraction. He is not easily categorised, yet easy to get involved with. Equally spaced colour-surfaces give his pictures insights into nature. In his wall-meadows, -suns,and -seas, colour and light always come first. Friends and collectors of Nikolaus Moser’s paintings are equally impressed by the artist’s compositional generosity as well as his spontaneity to translate emotions into pictures.   


EXHIBITION 13.09. BIS / UNTIL 02.11.2019 Introducing BRENDA FRANCO

BRENDA FRANCO, Deseo, Öl auf Leinen, 2019, 120x80cm
BRENDA FRANCO, Deseo, Öl auf Leinen, 2019, 120x80cm