Bodo Hell und Götz Bury

WIEN IM SOUTERRAIN

Lustwandlung in Form einer Performance 
Recherche & Textvortrag: Bodo Hell, Objekte & Performance: Götz Bury,
Klänge: Werner Zangerle 

 

Stationen / hop on hop off:

Start um 16.00     Treffpunkt V&V Galerie Bauernmarkt 19 mit südindischer Labung

16.20 - 16.30 Uhr: Römermuseum, Hoher Markt 3 - Vom Quellwasser zur Kloake
16.35 - 16.45 Uhr: Porta Dextra, Ertlgasse 4 
                                Dionysos Lebenselexier auf 3 Etagen mittelalterlichem Kellergewölbe. Weinverkostung und Bar-Jazz.

16.50 - 17.05 Uhr: Stephansplatz, vor dem Dom Museum 
                                 Über den Katakomben von St. Stephan. Knochenberge und Knochenflötenklänge.

17.10 - 17.25 Uhr: Galerie Chobot, Domgasse 6 - SEVDA CHKOUTOVA Female Lust
17.30 - 17.35 Uhr: Stubentor, Abgang U3 - Die mittelalterliche Stadtmauer
17.40 - 18.10 Uhr: MAK, Stubenring 5, Souterrain

                                 Die Frankfurter Küche, vorgestellt von Sebastian Hackenschmidt (Kustode, Sammlung für Möbel und Holzarbeiten) 

18.15 - 18.25 Uhr: Stadtpark, Stubenbrücke - Das nahe Hafenbecken des Wiener Neustädter Kanals
18.30 - 18.45 Uhr: Stadtpark am Wienflussportal
                                Gerhard Strassgschwandtner, Direktor des 3.Mann Museums, spricht über filmreife Fluchtwege im Nachkriegswien
18.50 - 19.05 Uhr: Nitsch Foundation, Hegelgasse 5 - Schmalzbrote und Wiener Hochquellwasser.

19.10 - 19.25 Uhr: Mario Mauroner Contemporary Art - curated by Kendell Geers 
19.30 - 19.45 Uhr: Artmark Galerie, Singerstraße 17 - MANFRED MAKRA Local Colors und Gruppenausstellung 
 
19.50 - 20.05 Uhr: Galerie Ulrike Hrobsky - WILLI SIBER B.A.R.O.C.K. Zauber und Illusion
20.10 - 21.00 Uhr: 
Anton Sutterlütys Käsekeller - Käsepflege; mittelalterliche Kellergewölbe; neuzeitliches Weinlager

Route: Bauernmarkt - Hoher Markt - Ertlgasse - Stephansplatz - Domgasse - Stubentor - Stubenring - Stadtpark - Stadtpark am Wienflussportal - Hegelgasse - Weihburggasse - Singerstraße - Grünangergasse

 

Walk und Lustwandlung / hop on hop off

 

Eine Art der körperlichen Ertüchtigung, die Bodo Hell und Götz Bury nur vom Hörensagen kennen. Aus ihrer Sicht kann Fortbewegung, ob in den Bergen oder in urbanen Räumen, niemals zweckfrei sein, denn es gibt am Wegrand immer etwas zu entdecken, Bezüge herzustellen und weiterführende Überlegungen anzustellen. Diese Überlegungen wollen die beiden zielstrebigen Flaneure während des VIENNA CITY GALLERY WALK mit ihren Gästen teilen, wobei eine Vorjustierung vorgesehen ist, die die Aufmerksamkeit ganz auf den Untergrund lenken soll. Die zugehörige Lustwandlung nennt sich daher auch WIEN IM SOUTERRAIN und konzentriert sich auf Aspekte des Unterirdischen, des tief liegenden und des Verborgenen, Gesichtspunkte, die im Wiener ersten Bezirk ganz besondere Aus-formungen annehmen können. Glaubliche und unglaubliche Geschichten sind das Ergebnis, die die Besucherinnen intellektuell, visuell, klanglich und glaubenstechnisch immer wieder auf eine harte Probe stellen können. Die beiden Spaziergänge (Walk + Lustwandlung) 
sollen sich so ineinander verzahnen, so dass es auch möglich sein soll, kurz entschlossen von einem zum anderen überzuspringen oder sich spontan anzuschließen. Auf der Route liegende Ausstellungsorte des VIENNA CITY GALLERY WALK werden immer wieder gezielt angesteuert, um Besucherinnen und Passantinnen gleichermaßen einen Übergang zu ermöglichen.

 

Ein Galerienrundgang wie der VIENNA CITY GALLERY WALK hat in unseren Augen etwas von einer Wallfahrt. Und zwar von einer neueren Form von Wallfahrt, die etwas ungeordneter abläuft als kirchliche Umzüge, bei der jede Teilnehmerin selbst entscheiden kann, welche Route sie/er geht, wie lange das dauert, und welches Outfit getragen wird. Und grundsätzlich werden Frauen einmal nicht diskriminiert. Ein gesellschaftliches Ereignis, bei dem Menschen sich gemeinsam durch den öffentlichen Raum bewegen, um zu kommunizieren, um zu sehen und gesehen zu werden, und um sich auf dem Laufenden zu halten. aber auch: eine Manifestation der kulturellen Gemeinsamkeit, eine Bekundung der Lebendigkeit von Kunst und Kunsthandel in einer Stadt.

Parallel zu dieser kulturellen Manifestation soll es eine künstlerische geben, die die Stadt allerdings auf etwas andere Weise begeht,

und die in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich besser sichtbar gemacht werden soll. Man erkennt das an auffälligen Objekten, die

mitgeführt werden (und die stark an Anbetungsobjekte erinnern), aber auch an schillernden Outfits, an nicht rostendem Blumen- schmuck (der voran getragen wird) und nicht zuletzt am wohligen Klang, der sich über die Passanten ergießt. Es werden Orte aufgesucht und Gassen begangen, die sonst eher nicht auf dem Einkaufszettel stehen: der Spaziergang zum Zwecke der Erbauung und Entspannung ist (Bodo Hell + Götz Bury).

 


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