27 STRAIHAMMER UND SEIDENSCHWANN

1010 Wien, Grünangergasse 8/3

TEL.: +43 1 919 58 49 UND  +43 664 355 34 98

STRAIHAMMER-SEIDENSCHWANN.AT

DIENSTAG - FREITAG 13.00 - 18.00 UHR
SAMSTAG 11.00 - 15.00 UHR

 

 



EXHIBITION 

Virginie Bailly DAPHNES REQUEST Malerei

Krasimira Stikar PUNKT - GEDANKE - FLÄCHE Zeichnungen

AUSSTELLUNGSDAUER 15.02. BIS 16.03.2019

Bereits zum 3. Mal stellt die belgische Künstlerin Virginie Bailly ihre neuesten Arbeiten in der Galerie Straihammer und Seidenschwann aus. Unter dem Titel Daphnes Request hat sich die Künstlerin, ausgehend von einem Traum, in dem sie in einen Baum verwandelt wurde, mit der griechischen Mythologie auseinander gesetzt. Mit breitem Pinselstrich und großer Geste übersetzt die Künstlerin ihre Gedanken in das Medium der Malerei. Sie malt ausschließlich in Öl und bevorzugt Lasurtechniken, um dem Dargestellten eine adäqute Brillanz und Tiefe zu verleihen. Manche Elemente darin – Agglomerationen von Pinselstrichen und Farbflecken – scheinen schon im nächsten Moment eine gänzlich neue Gestalt annehmen zu wollen. In ihrer abstrakten Malerei zeigt die Künstlerin Dialoge zwischen Traum und Wirklichkeit, Fiktion und Realität,  Innen und Außen, zwischen Leere und Fülle. Sie schafft ein organisiertes Durcheinander und hält auf diesem Weg eine unglaubliche Dynamik und Spannung im Bild.

In ihren neuen, 2018 entstandenen Arbeiten vertieft sich die Künstlerin einmal mehr in die Themen Bewegung, Statik, Zeit und Raum. Linien und Flächen überziehen das Blatt. Die Linie wächst aus dem Punkt, ist die ursprünglichste Form der Darstellung. Sie ist die Spur eines sich bewegenden Punktes. Sie ist aus Bewegung entstanden, und zwar, wie Roman Signer, „Explosion (Linie)“, 1982, es bezeichnet: durch „Vernichtung der höchsten in sich geschlossenen Ruhe des Punktes“. Mittels Punkten, Linien und Symbolen können wir zu Vorstellungen gelangen, die über rationales Denken hinausreichen. Punkte und Linien verbinden sich zu Informationen. Auf der zweidimensionalen Fläche lassen sich mittels Punkten und Linien Räume und Flächen  schaffen. Abstraktes kann in Konkretes und Anschauliches verwandelt werden. Nichtsinnliches kann beobachtbar, analysierbar und reflektierbar gemacht werden.

Für die Realisierung ihrer sensiblen ästhetischen Werke benötigt die Künstlerin viel Zeit, ruhiges Denken und Überlegen. Diese ruhige Konzentration scheint beim Ansehen ihrer Arbeiten auf den Betrachter über zu gehen.


LAST EXHIBITION 
Jenny Watson 
TALL TALES AND TRUE Malerei 
Sophie Dvořák ALL LAKES ARE TEMPORARY Zeichnungen und Collagen

AUSSTELLUNGSDAUER 29.11.2018 BIS 09.02.2019 / UNTIL 09.02.2019 

Jenny Watson zeigte ihre erste Einzelausstellung 1973; seither präsentierte sie 60 Einzelausstellungen in Australien und 50 Einzelausstellungen in Europa, Asien, Indien, Neuseeland und den Vereinigten Staaten.  Zuletzt fand im Sommer 2018 unter dem Titel Jenny Watson – The fabric of fantasy- eine Personale im MCA Australia in Sydney statt Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppenausstellungen gezeigt und sind in staatlichen und privaten Sammlungen sowie Unternehmens-sammlungen in Australien und im Ausland vertreten. 

 

1951  *Melbourne, Australien 

1972  Diplom in Malerei, National Gallery of Victoria Art School, Melbourne  

1973  Diplom in Pädagogik, State College of Victoria, Melbourne  

1978-84  Partner in div. Kunstprojekte, Melbourne  

 

Derzeit lebt Watson abwechselnd in Brisbane, Australien und Europa.

Sophie Dvořák ist Sammlerin und Reisende. Systematisch sammelt sie Bilder, Bücher und Fundstücke; diese Artefakte und Fragmente trägt sie zusammen, kategorisiert, archiviert, re-archiviert und präsentiert sie mit einer fast archäologischen Methodik. Sie beschreibt dies als „subjektiven Rechercheprozess“. Es entstehen Werke die zwischen der Präzision ihrer Arbeitsweise einerseits und dem intuitiven Prozess andererseits ein komplexes Gleichgewicht halten. 

Die Welt von oben sehen, von einem entfernten, ikarischen Standpunkt aus - das ist sowohl Realität als auch Phantasie eines jeden "kartographischen Auges". Denn die Karte ist eine vertraute und perfekte Abstraktion: eine Fläche für Projektionen und Zeichen, in der das unendlich Große mit seinen mannig-faltigen Verbindungen und Querverbindungen auf eine Ebene übertragen wird. Jede Landkarte könnte eine Gedankenreise sein, die eine Passage und ein Territorium verbindet, das Lesbare und das Sichtbare, indem das Unendliche in kleinsten Details festgehalten wird (Christine Buci-Glucksmann).



GALERIE STRAIHAMMER UND SEIDENSCHWANN

Nach langjähriger beruflicher Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst widmen sich Dr. Roswitha Straihammer und Mag. Martin Seidenschwann dieser nun auch in ihrer eigenen Galerie. Die Galerie in einer der ältesten Straßen der Wiener Innenstadt  ist ein Ort der Kommunikation, ein Ort, der dem Besucher, dem Sammler und dem Kunstinteressierten das Kennenlernen von Künstlern und persönliche Begegnungen mit diesen ermöglicht. Sie bildet den Raum für den ästhetischen Augenblick, für das Wechselspiel zwischen dem Betrachter und dem Werk, das diesem neue Eindrücke und Blickwinkel eröffnet. 

 

Die Galerie Straihammer und Seidenschwann ist aber auch ein Diskursraum. In der Serie Gespräche am Kamin werden nicht nur der heterogene Kunstbegriff sondern auch gesellschafts-politische, wirtschaftliche und philosophische Themen diskutiert. Zentrale Themen der Präsentationen sind skulpturale Arbeiten, in der Ausstellungsreihe Kunst im Kabinett ergänzt durch Zeichnung, Fotografie und Malerei, bei denen das Spiel mit Räumlichkeit im Vordergrund steht. Im Umgang mit zeit-genössischer Kunst stehen die Begriffe Subjektivität –  Emotion –  Leidenschaft an erster Stelle. Das heißt für die Galeristen immer wieder der Neugier zu folgen und den Mut zu neuen Erfahrungen zu haben.

 

Kunst ist schöpferisch, Kunst ist kommunikativ, Kunst ist lebendig. Sie passiert im Hier und Jetzt und verhandelt Themen der Gegenwart.