27 STRAIHAMMER UND SEIDENSCHWANN

1010 Wien, Grünangergasse 8/3

EXHIBITION OPENING Mittwoch, 24.10. 2018 19.00 BIS 21.00 UHR

Karl von Metz SEHNSUCHT - GLANZ, Objekte

H. H . Capor ZEITREISE, Fotografie
Eröffnung: Silvie Aigner, Chefredakteurin PARNASS und Lukas Cejpek

AUSSTELLUNGSDAUER 25.10. BIS 24.11.2018 / UNTIL 24.11.2018

Karl von Metz, Dämmerung, 2008, 

Edelstahl gefärbt, 73 x 76 cm

Karl von Metz, Atelieransicht

 

 

Karl von Metz gestaltet Objekte. Schon seine Schmuckstücke waren Plastiken im Kleinen, die man nicht nur tragen sondern auch aufstellen konnte. Bevorzugtes Material für die Schmuckstücke war für den Künstler Edelstahl, nicht der materielle Wert war wesentlich, sondern der ideelle Wert. Die Arbeiten waren und sind für den Künstler Zeichen und Symbole für seine Mitteilungen an die Menschen. Im Laufe der Jahrzehnte und mit der Möglichkeit, eine große Fabrikhalle als Atelier zu nutzen, gewannen die Objekte an Größe und wurden raumgreifend. Dem Material Edelstahl ist der Künstler treu geblieben. Nur einige wenige Arbeiten entstanden in Bronze oder Kupfer. 
Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Schaffen des Künstlers, der nach einer Goldschmiedelehre an der Angewandten in Wien Metallgestaltung studiert hat, von frühen kleineren Objekten bis zu großen Arbeiten, die in diesem Jahr entstanden sind.

H. H. Capor, Rangun, 2017, Fotografie

H. H. Capor, Santiago, 2017, Fotografie

 

H. H. Capor

Das Projekt Zeitreise hinterfragt in Form einer Irritation im öffentlichen Raum die Sinnhaftigkeit von Gästefotogalerien in alten Grandhotels. Es wurde, in einem performativen Akt der Selbstermächtigung, ohne Wissen des jeweiligen Hotels ein Portrait von H.H. Capor hinzugefügt.

 

Die 13 im Vorfeld verschickten Karten mit Benachrichtigungen über diese erfolgten Eingriffe in fremde und öffentliche Räume geben jedoch keine bildliche Information über das Geschehen wieder. In der Ausstellung sind nun die Orte der Interventionen zu sehen; ein kurzer Videoclip zeigt die dokumentierten Eingriffe.



GALERIE STRAIHAMMER UND SEIDENSCHWANN

Nach langjähriger beruflicher Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst widmen sich Dr. Roswitha Straihammer und Mag. Martin Seidenschwann dieser nun auch in ihrer eigenen Galerie. Die Galerie in einer der ältesten Straßen der Wiener Innenstadt  ist ein Ort der Kommunikation, ein Ort, der dem Besucher, dem Sammler und dem Kunstinteressierten das Kennenlernen von Künstlern und persönliche Begegnungen mit diesen ermöglicht. Sie bildet den Raum für den ästhetischen Augenblick, für das Wechselspiel zwischen dem Betrachter und dem Werk, das diesem neue Eindrücke und Blickwinkel eröffnet. 

 

Die Galerie Straihammer und Seidenschwann ist aber auch ein Diskursraum. In der Serie Gespräche am Kamin werden nicht nur der heterogene Kunstbegriff sondern auch gesellschafts-politische, wirtschaftliche und philosophische Themen diskutiert. Zentrale Themen der Präsentationen sind skulpturale Arbeiten, in der Ausstellungsreihe Kunst im Kabinett ergänzt durch Zeichnung, Fotografie und Malerei, bei denen das Spiel mit Räumlichkeit im Vordergrund steht. Im Umgang mit zeit-genössischer Kunst stehen die Begriffe Subjektivität –  Emotion –  Leidenschaft an erster Stelle. Das heißt für die Galeristen immer wieder der Neugier zu folgen und den Mut zu neuen Erfahrungen zu haben.

 

Kunst ist schöpferisch, Kunst ist kommunikativ, Kunst ist lebendig. Sie passiert im Hier und Jetzt und verhandelt Themen der Gegenwart.