23 LUKAS FEICHTNER GALERIE

1010 Wien, Seilerstätte 19
TEL.: 
+43 676 338 71 45

FEICHTNERGALLERY.COM

DIENSTAG - FREITAG 10.00 - 18.00 UHR 

SAMSTAG 10.00 - 16.00 UHR 



EXHIBITION OLD YEAR - NEW ARRIVALS
Werke von Wolfgang Becksteiner, Fritz Bergler, Johannes Deutsch, Jiří „Georg“ Dokoupil, Albana Ejupi, Herbert Flois, Xenia Hausner, Richard Kaplenig, Hannes Mlenek, Hermann Nitsch, Martin Pohl, David Smyth, Zsolt Tibor
AUSSTELLUNGSDAUER 12.12.2018 BIS 17.01.2019 / UNTIL 17.01.2019

 

SPECIAL DIENSTAG 18.12.2018 18.00 - 20.00 UHR  KUNSTPUNSCH im Rahmen von OLD YEAR - NEW ARRIVALS


LAST EXHIBITION Wolfgang Becksteiner SCHWERE - LEICHTIGKEIT IM RAUM 
AUSSTELLUNGSDAUER 08.11. BIS 08.12.2018 / UNTIL 08.12.2018
 


SPECIAL SAMSTAG 24.11.2018 13.30 UHR Wolfgang Becksteiner SIGNIERUNG WERKBUCH 2003-2017  

Anschließend Performance mit Musik und Texten 

Der Komponist Siavosh Banihashemi und die Autorin Eleonore Kratochwil reagieren in musikalischen Miniaturen und mit lyrischen Texten auf das Thema Schwere-Leichtigkeit. Die aktuelle Ausstellung des Künstlers in den Räumen der Galerie Lukas Feichtner bietet den Rahmen für die Performance mit der Uraufführung der Werke. 

Eleonore Kratochwil, Rezitation / Ivan Trenev, Akkordeon / Marisa Becksteiner, Blockflöten

HAND- UND VERSTANDWERK

Wolfgang Becksteiner zerstört die Fassade der Dinge, er raubt den Gegenständen die aufgeklebte Seele. Er stellt den Charakter des menschlichen Auges in Frage und betoniert uns Stolpersteine in den Weg. Er reduziert sein System auf ein Schachspiel mit vier Feldern und zwei Figuren. Ehe er seinen Beton mischt, nimmt in seinem Schädel das Nachdenken Platz. Er schreckt bei der Auswahl von Allerweltsdingen nicht vor ästhetischen Tabus zurück und fertigt Bomben aus Beton. Doch letzten Endes passten diese, verkleinert, in hübsche Bonbonierenschachteln. Sie explodieren nur in den Köpfen der hochmoralischen Denker. Becksteiner ist ein überaus fleißiger Handwerker, fernab von Mischmaschinen. Stück für Stück durchwandern seine geduldigen Hände, ehe sie strikt vorgesetzte Stückzahlen erreichen. Unbeirrt geht er seinen Weg, abseits des obligaten Kunstbetriebes. Seiner schöpferischen Sturheit entspringen immer wieder Kombinationen aus exakter Planung und präziser Ausführung. Ein Betonmaschinist, der konsequent eine vorbestimmte Anzahl von Objekten beharrlich entstehen lässt. Ein Realitätstäuscher, der auf wundersame Weise einen Tisch aus Holz zu Beton werden lässt. Becksteiner setzt die psychologische Reizbarkeit der Dinge außer Kraft. Seine Kunst besteht aus einer Reduktion auf das Wesentliche, auf die mythologiefreie Form, auf einen Materialismus der Gestalten. Dort wo seine Technik auf Grenzen stößt, vertraut er auf die Erfahrungen der Archäologie. Er gräbt verhärtete Formen aus, unlängst beerdigt. Er ersetzt die Sprache der Signatur durch einen Fingerabdruck und wird so zum Erfinder fälschungssicherer Kunst. Wenn er könnte, würde er die Schallmauer aus Beton errichten, desgleichen Tauperlen oder Spinnennetze. Aber das Material kennt seine Grenzen, jedoch nicht die Fantasie. Scheinbar sinnlos, scheint er das Warenangebot, das in den Regalen lagert, zu erweitern. Aber es handelt sich dabei vielleicht um eine zynische Kritik am sinnlosen Überangebot. Becksteiners Materialkunst ist niemals rätselhaft, sondern immer berechenbar. Natürlich sind Becksteiners Kunstwerke nur bedingt Haushaltsgegenstände wie Skulpturen oder Gemälde. Aber sie harren auf Auftragsarbeiten aus dem industriellen Sektor, wo Becksteiners architektonisches Geschick zu einer fulminanten Wirkung kommen könnte. Man muss nicht erst betonen, dass Becksteiner Goldbarrenformen in Beton goss, um das wertvolle Kulturgut zur Trivialität herabzustufen. Hand- und Verstandwerk ist die Grundlage für Becksteiners Schaffen.

Günter Brus über Wolfgang Becksteiner


PROGRAMME SPECIAL 

 

Lukas Feichtner zeigt die Entwürfe zum Projekt ,Klangteppich' 


In Zusammenarbeit von Haus der Musik Wien, Lukas Feichtner Galerie und VIENNA CITY GALLERY WALK zeigt Lukas Feichtner in seiner Galerie die Entwürfe zum neuen ,Klangteppich' im Haus der Musik (Gesamte dritte Etage des Museums (fast 1.000 qm).

Im Haus der Musik wird ab Oktober der neue ‚Klangteppich’ präsentiert, den der Medienkünstler Johannes Deutsch mit Impressionen aus der Oper "Zeitperlen" gestaltet hat.